Mappengruppe VII
Mappe VII/11
E und E = Essays
Archiv:
ÖNB: S.N. 15.107; Klagenfurter Faksimilierung: „v“ (Reihenfolge verändert)
Bezeichnung:
Laut Inventar 1941: „E und E ..“
Laut Inventar 1942: „Alt. Essay E u … E“
Abfassungszeit:
- 1923 – 1924
Beschreibung:
Manuskript, 109 Blatt, 197 Seiten, 2 Konvolute, 1 Mappenumschlag
Typ: Anfangsnotizen, Studienblätter, Entwürfe
Werkkontext: Essay
Inhalt:
Die Mappe vereinigt die parallel zustande gekommenen Konvolute „E..“ (S. 1-98) und „E 1-56“ (S. 99-198). Als Rückseiten und Beilagen finden sich Brieffragmente und Zeitungsausschnitte, welche die Zuweisung des Materials auf 1923-1924 bekräftigen. Mit „E..“ siglierte Musil das Manuskript seines unveröffentlichten Aufsatzes „Der deutsche Mensch als Symptom“ (1923). Das Konvolut enthält mehrere Entwurfsfassungen und die Entwurfsarbeit vorbereitende und begleitende Notizen. Das hier ausformulierte „Theorem der Gestaltlosigkeit“ bildet ein Axiom der Massenpsychologie und Identitätstheorie, die dem MoE zugrunde liegt. Mit „E“ siglierte Musil Notizen und kurze Entwürfe, zunächst im Zeichen des Stichworts „Erlebnis“, später in Assoziation zu „Essay“ bzw. „Essayistik“ (S. 1-98). Die Verbindung von „Erlebnis und Gedanke“ bildet die Leitidee dieser Notierungen, die anfänglich im Zeichen des Romanprojekts stehen. Zu mathematischem Denken, mathematischer Moral, der Wirkung Nietzsches, zum anderen Zustand, den Lebenden Gedanken, zu Fragen der Religiosität und des Aktivismus sind Exzerpte und Hinweise gesammelt, wobei Musil Lektüren (Bergson, Emerson) und seine veröffentlichte Essayistik reflektiert.
