Alfred Musil

Alfred Musil (1846-1924)
zur person

Hofrat Alfred Edler von Musil, Vater von RM, seit 26.10.1874 mit Hermine geb. Bergauer verheiratet. 1869- 1872 Assistent an der Technischen Hochschule Graz, anschließend technischer Inspektor der Dampfkessel-Untersuchungs- und Versicherungsgesellschaft in Brünn. Seit 1873 arbeitete er in Klagenfurt für die Hüttenberger Eisenwerks-Gesellschaft AG. Im Jahr 1881, ein Jahr nach der Geburt von RM, zog die Familie nach Komotau in Böhmen, wo Alfred Musil als Direktor für die Mechanische Lehrwerkstätte arbeitete. Nach einem erneuten Arbeitsplatzwechsel lebte die Familie ab 1882 in Steyr in Oberösterreich, wo Alfred Musil zum Leiter der Fachschule für Eisen- und Stahlindustrie berufen wurde. 1891 wurde Alfred Musil Professor für Maschinenbau an der Deutschen Technischen Hochschule Brünn. Am 22.10.1917 wurde Musil geadelt und durfte das Wappen seines bereits geadelten Bruders Rudolf von Musil sowie das Prädikat Edler von führen. Der Titel war erblich und konnte auch vom Sohn geführt werden. Mit den Adelsaufhebungsgesetzen in der Republik Österreich 1919 und in der Tschechoslowakei erlosch dieses Vorrecht. Im Jahr 1917 wurde Alfred Musil emeritiert, er lehrte aber weiterhin bis zu seinem Tod in den Fächern Maschinenelemente und Konstruieren.

RM-Bezug

Über die Beziehung RMs zu seinem Vater geben Tagebuchstellen und die Korrespondenz Auskunft:

Literarischer Bezug
  • Vorbild für Ulrichs Vater in Der Mann ohne Eigenschaften (1930/1932)
Dokumente
  • Geburt und Herkunft
  • Steyr
  • Volksschul- und Gymnasialzeit
  • Brünn
  • Eisenstadt
  • Mährisch-Weißkirchen/Hranice
  • An der Militärakademie in Wien
  • An der Technishcen Hochschule in Brünn
  • Bemühen um Brotberuf
  • Heirat und Ehe
  • Erhebung in den Adelsstand und Dekorationen
  • Tod der Eltern
Korrespondenz
Quellen und Literatur